update:28.07.2005
coming soon
squares on both sides
new release : dunaj
vö: 28. august 2005







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tracklisting:
k
to our sounds
lungs
zlaty 2
speedboats
to your steps
ladder-telescopes
forehead and chin
dunaj
CSAD

english version

Dunaj ist das zweite Album von squares on both sides, dem musikalischen Projekt des Wahlberliners Daniel Bürkner. Der 23jährige nimmt seine Stücke alleine auf, verwebt eine Vielzahl von Instrumenten wie akustische und elektrische Gitarren, ein Harmonium, ein Klavier sowie seinen zurückgezogenen Gesang zu stillen Assemblagen. Das Resultat ist, obwohl über längeren Zeitraum entstanden, eine in sich geschlossene Einheit, natürlich in der squares on both sides eigenen offenen Sprache. Diese Sprache ist reduziert und wohl gewählt; und doch findet sich bei aller kompositorischen Strenge eine Ausgelassenheit in den Stücken, die von Bürkners Spielraum innerhalb der von ihm selbst gezogenen Fäden zeugt. Dunaj schließt an das vorhergegangene Album croquet an, teilt mit ihm eine charakteristische Bild- und Klangsprache und stellt doch einen vollkommen neuartigen Kosmos dar. Aus den einstigen düsteren Vernebelungen durch elektronische Zwischenstücke sind dezente elektronische Ströme geworden, die die organischen Bestandteile der Musik an wohl gewählten Stellen umfließen. Einschnitte an der Oberfläche werden sichtbar, durch die das Licht verspielter Glockenspiele und einer Melodika dringt. Das wiederkehrende Motiv des Vogelgesangs auf dunaj lenkt den Eindruck weiter in die Richtung eines lichten, offenen Raums. Und doch steht bei der Musik von squares on both sides ein verdunkelter Rätselcharakter nach wie vor im Vordergrund. Der Vogelgesang ist schließlich zumeist kaum hörbar oder verfremdet. Die eigentümliche Qualität der Aufnahme, welche durchdacht das Rauschen von Field-Recordings aus Kassettenaufnahmen mit den klaren Stimmen der Instrumente verbindet, die starke Präsenz des melancholischen Gesangs sowie die minimalistischen, pointierten Arrangements lassen eine Welt in unserem Inneren entstehen, deren Bedeutung wir nicht kennen, die aber in ihrer Logik funktioniert und lebt. So führt zum Beispiel die gezielte Auslassung des Gesangs auf dem letzten Stück CSAD dazu, dass wir den Gesang auf irgendeine Weise selbst doch hören. Ein sehr eigenes Bild entsteht auf dunaj. Bürkners Texte malen Szenarien, zu denen wir wohl nur schwerlich einen rationalen Zugang entwickeln können. Eine persönliche Welt tut sich langsam auf, chiffriert genug, um in ihrer Intimität nicht unangenehm zu werden, fremdartig und irgendwie nah zugleich, wie auch der Titel dunaj - die slowakische Bezeichnung für die Donau - suggerieren könnte. Das Rätsel, das dem Hörer aufgegeben wird, beansprucht natürlich, übt jedoch nie Zwang aus. Der Hörer muss sich darauf nicht einlassen, aber er darf es. Wärmstens ans Herz gelegt sei es ihm auf jeden Fall.