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Nadja (Gesang, Keyboards) Naomi (Gesang, Keyboards) Robert (Gitarre, Gesang) Nike (Bass, Gitarre) Beate (Schlagzeug) Inmitten all der jungen Bands, die ja keinen Fehler machen wollen, die sich nach Farben oder Städtenamen benennen, Second-Hand-Hemden tragen und jede Bewegung auf der Bühne vermeiden, weil es eine falsche sein könnte - inmitten all dieser Bedächtigkeit und Zurückhaltung taucht jetzt mit einem Schlag Hellfire aus München auf. Vier Frauen und ein Mann, und endlich einmal wieder eine Band, die ein Risiko eingeht, die nicht einfach auf der sicheren Seite stehen will. Hellfire haben nach ihrer Gründung im Herbst 2001eine Handvoll Konzerte in München gespielt, jedes davon ein kleines Ereignis, und im Herbst 2002 waren Hellfire, zum Erscheinen ihrer Vier-Song-Maxi auf Hausmusik/Kollaps, zum ersten Mal auf Tour - zu einer Zeit, zu der die meisten anderen Bands noch im Übungsraum diskutieren würden, ob man sich einen ersten Live-Auftritt überhaupt schon leisten kann. Das macht die Besonderheit von Hellfire aus. Einerseits hängt das damit zusammen, dass die meisten Mitglieder schon seit langem Musik machen, in mehr oder weniger bekannten Bands wie Mass, Team Dorsch, Beyond Matter, LB Page, Steak oder, wie Robert Merdzo, als Komponist für die spanischen La Fura Dels Baus. Ausschlaggebend für die Wucht der Hellfire-Auftritte ist jedoch etwas anderes: diese erstaunliche Selbstverständlichkeit, mit der die Band an Grenzen geht, an die sich Viele niemals wagen würden. Bei anderen zeitgenössischen deutschen Bands stünde man vermutlich angesichts der Performance etwas ratlos vor der Bühne, aber das Tolle an Hellfire ist, dass dieses Aus-sich-heraus-Gehen mit einer spielerischen, charmanten Leichtigkeit geschieht, die man so in letzter Zeit selten gesehen hat. Man denkt an die frühen siebziger Jahre, an eine New Yorker Loft-Party aus dem Velvet-Underground-Umkreis oder - etwas später - an die ersten New-Wave-Konzerte in London. Großstädtische Souveränität strahlen diese Auftritte aus. Auch wenn sie auf Haumusik/Kollaps veröffentlichen: Hellfire sind das genaue Gegenteil von Weilheim! Grünliches Neon um halb vier Uhr morgens statt grüne Wiesen im Abendlicht. Schlagzeug, Bass und Gitarre liefern schnelle, gerade Beats - ein sicheres Fundament für die Keyboard- und Gesangsparts. Die Liste der Referenzen ist lang und zeigt auch, wie schwer es ist, Hellfire in eine bestimmte Schublade zu stecken. Oftmals assoziiert man Bands der 80er, wie Devo, Wire oder B 52s (wobei deren Sängerinnen im Vergleich zu Naomi und Nadja doch etwas Jeanette-Biedermann-haftes bekommen). Solche Assoziationen nützen jedoch kaum etwas, denn Hellfire sind nichts weniger als eine Retro-Band; sie sind vielmehr, wie ein englischer Musikkritiker in ähnlichem Zusammenhang geschrieben hat, "so now that it hurts". So sind Hellfire also zu recht berühmt, berührt und berüchtigt, denn mit ihrem enormen Elan und atemberaubend unterkühltem Energieaufwand brettern die vier Damen und der Herr geisterfahrenderweise einen rockmusikalischen Höllenhighway hinunter und klingen dabei, wie wenn die Stooges aus einer 90er Jahre Girlsschoolkanone gegen eine 80er Jahre Wavewand geschossen werden. Darüber hinaus auch wieder ganz anders und größtenteils lauter, dreckiger, gemeiner und hübscher als die meisten anderen Gruppen die man so kennt. |
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Presse zum Debut "Heaven don't want You? Hellfire will take You!"
SPEX : Dez/Jan 03 Rezension "Eine Platte, die mit unmittelbarer Härte alles zugleich trifft, Herz, Hirn und Magengegend." INTRO: Dez/Jan 03 Rezension "Weil der Gesang so verdammt native speaking rüberkommt, aber auch weil die Atmosphäre von Highway, billigem Motel, Whiskey und Lippenstift am Zigarettenfilter so authentisch erzeugt wird, ist nach ein paar Liedern die Illusion eines U.S.-Acts perfekt." INTRO: Dez/ Jan 03 Artikel "Jetzt haben Hellfire ein ganz fantastisches Debütalbum gemacht. 14 Songs auf 38 Minuten mit deutschen, französischen und spanischen, meistens aber englischen Texten und Gesang; und mit einer Spannweite von Flüstern bis Brüllen." AKTIV MUSIK MAGAZIN: Jan 03 Rezension "Für Punk zu vielseitig, für Pop zu dreckig - genau dieses Dazwischen sorget hier für Orginalität und lässt vor allem einen Live-Act der Extraklasse vermuten." PRINZ MÜNCHEN: Jan 03 "Miezenrock der rotzig - trotzig daherkommt … und Pseudomiezen wie Mia in den Schatten stellt. Ätsch!" Smag Stadtmag. Essen Jan.03 "… rocken uns mit dreckiger Unverfälschtheit die Melancholie von der Seele und beherrschen den Wave-Punk der 80er genauso wie die Rrrriot-Girl Attitüde der 90er." Gaesteliste.de: Jan 03 "Das großartige bajuwarische Höllenfeuer, für das vier Damen und ein Herr verantwortlich zeichnen, würde auch problemlos als das neue Werk von Kathleen Hannas Le Tigre durchgehen, zumindest so lange, bis sich die Riot Grrrls auf das urwüchsige Rock N Roll-Niveau Stooges'scher Prägung herablassen. Mit Riffs, wie sie sich die Breeders kaum schöner ausdenken könnten, einem Gitarren-Wall-Of-Sound, der fast My Bloody Valentine zur Ehre gereicht hätte, und viel Trashpop-Charme dank billig-charmanter Orgelsounds und schnörkelloser Beats dürften Hellfire bald mehr sein als nur ein Geheimtipp." |