Der Texaner nennt es Acoustic Rock, der Deutsche nennt es Country.  Sie selbst bezeichnen es als die Musik, die Ihnen Spaß macht. Seit nunmehr über fünf Jahren spielen Borrowed Tunes schrammelige Pop-Songs, twangy country tunes und folkige Balladen. In dieser Zeit entstanden neben einigen Sampler Beiträgen die zwei Alben "Hello Loneliness"(1994) und "Close" (1996).
 
 
 
 
 

Das Rezept erscheint einfach. Drei, vier Akkorde und eine eingängige Melodie. Doch es sind die schlichten Arrangements, die den Song auf den Punkt bringen, Raum lassen und dadurch der Musik diese Intensität verleihen. "Seit den besten Tagen von Ferryboat Bill gab es wohl keine deutsche Band mehr, die sich so selbstverständlich und unverkrampft auf dem Folk- und Countryrock-Terrain hätte bewegen können",  bemerkte die Münchner Stadtzeitung.

Das ewige Kokettieren mit Klischees amerikanischen Songwritertums und die Bewußtheit um die eigene Herkunft und Identität geben eine eigenständige Mischung ab. Davon konnten sich auch die Besucher des 1997 Austin Acoustic Music Festivals überzeugen. Viel Lob und Anerkennung gab es für Borrowed Tunes vom verwöhnten texanischen Publikum und der dortigen  Singer/Songwriter Gemeinde.

Es ist nicht, wie vielfach angenommen, Privileg amerikanischer Künstler sich bestimmter Themen anzunehmen. Gebrochene Herzen, die Tragik des auf-der-Suche-Seins, ohne zu wissen was man finden mag, und des perfekten Glücks, welches den Augenblick nicht überlebt, finden sich überall.
 

 
 

  

     
     die Band 
 
 
 
 
Angelika Ganshorn  drums 
 Jürgen Paulus 
lead guitar, banjo, lap steel  
Werner Siefer 
piano 
 
Axel Ludwig
bass
 Klaus Patzak 
vocals, rhythm guitar, hamonica
Stefanie Böhm 
violine